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metropolitan news

08. Juni 2010

Heuschnupfen - nicht nur lästig, sondern potentiell gefährlich!

Immer häufiger entwickelt sich eine Allergie - mindestens 12 % der Bevölkerung sind davon betroffen.

Welche Symptome deuten auf eine Allergie hin und was sind die Auslöser?
Warum sind Allergien potentiell gefährlich?
Was versteht man unter Kreuzallergien?
Und: Tipps zur Verringerung der Symptome von Allergien.

„Heuschnupfen" ist zur Frühlingszeit in aller Munde.

Was sind die Symptome?

Dieser Begriff für eine allergische Rhinitis (Nasenentzündung) trifft jedoch nur für den Teil der Erkrankten zu, die von saisonalen (März bis September) Niesanfällen, Konjunktivitis, Schnupfen, Atemwegsverengung und allgemeiner Mattigkeit geplagt sind.

 Die genetische Veranlagung für eine Allergie und diverse Umweltfaktoren (zu starke Hygiene, vermehrtes „Angebot" an allergieauslösenden Stoffen etc.) sind ursächlich für die Ausprägung einer Allergie verantwortlich.

Etwa 12 % der Bevölkerung weisen nach konservativen Schätzungen irgendeine Art von Allergien aus - mit steigender Tendenz.

Das Erscheinungsbild des " Heuschnupfens " hat eine Tendenz zur Verschlimmerung im Laufe der Lebensjahre - bei ungefähr 15 bis 20 % der Fälle entwickelt sich ein behandlungsbedürftiges Asthma bronchiale oder auch eine COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Ziel der Therapie ist es also immer auch die nächste schlimmere Stufe zu vermeiden.

Was sind die Auslöser einer Allergie?

Knapp hinter den Pollen, kommt schon die Hausstaubmilbe, dann Tierhaare, Schimmelpilze und bestimmte Nahrungsmittel wie Nüsse. Dabei können die Betroffenen nicht nur gegen eine einzige Ursache allergisch reagieren, sondern wie die häufige Kombination Pollen und Hausstaubmilbe zeigt auch durchaus gegen mehrere Ursachen.

Das Schema der allergischen Reaktion ist unabhängig vom allergieauslösenden Allergen weitgehend gleich. Entsprechend disponierte Menschen reagieren nach Allergenkontakt mit der Bildung von Antikörpern ( IgE ) in den B-Lymphozyten.

Diese Antikörper binden sich an Mastzellen (Gedächtniszellen) und/oder an basophile Granulozyten. Bei neuerlichem Allergenkontakt kommt es nun zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion mit Auswirkungen auf Gefäße , Nerven und Drüsen und den bekannten Erscheinungen : vermehrte Sekretion und Nasenverstopfung, Juck- und Niesreiz, Schwellung und Entzündung.

Was versteht man unter Kreuzallergien?

Ein wichtiges Thema sind auch sogenannte Kreuzallergien, wo bei einer Allergie (z.B. auf Pollen) auch verwandte Allergene (z. B. in Nahrungsmitteln) allergische Reaktionen auslösen können:

  • Birke, Erle, Hasel und Pappel mit Erd-, Haselnüssen, Mandeln, aber auch Apfel, Kirsche, Kiwi, Pflaume, Karotte, Sellerie
  • Gräserpollen (Weidelgras, Wiesenlieschgras, Raygras) mit Getreide, Erdnüssen, Soja, Tomaten, Ananas
  • Getreidepollen (Hafer , Roggen, Weizen) mit Getreidemehl, Mais, Reis, Weidelgras
  • Kräuterpollen (Beifuß, Nessel, Wegerich) mit Karotten, Sellerie, Paprika, Anis, Curry, Kümmel
  • Latex (Gummihandschuhe, Kondome) mit Avocados, Bananen, Kiwis, Sellerie, Tomaten, Birkenfeige
  • Hausstaubmilben mit anderen Milbenarten, Küchenschaben, Krebse, Krabben, Shrimps

Tipps zur Verringerung der Symptome

Eine kausale Therapie ist die Allergenkarenz oder zumindest dafür zu sorgen, dass die Allergenkonzentration niedrig bleibt.

  • bei Pollenallergie - Urlaub in den Bergen oder an der See oder in anderen Länder wo diese Allergien nicht vorkommen
  • bei Nahrungsmittelallergien - versuchen über die Inhaltsstofflisten die allergieauslösenden Stoffe zu vermeiden
  • im Sommerhalbjahr immer bei geschlossenem Fenster schlafen, da die Pollenemission zwischen 5 und 8 Uhr morgens am größten ist
  • die Kleidung in einem anderen Zimmer ausziehen und lagern
  • vor dem Zubettgehen die Haare waschen
  • Pollenfilter im Auto überprüfen,
  • im Zug oder Auto mit geschlossenen Fenster fahren
  • keine blühenden Zimmerpflanzen
  • bei Haustaubmilbenallergie Überzüge (aus PTFE) über Matratzen, Kopfkissen und Zudecken; milbenabtötende Präparate
  • Hyposensibilisierung bei Insektengiften, Pollen, Milben - bei Gräserpollen auch mit einer verschreibungspflichtigen Sublingualtablette möglich
  • Allergie - Impfung (nach Rücksprache mit dem Facharzt) gegen IgE
  • Antihistaminika als Tabletten, Augentropfen, Nasensprays.
  • Zinktabletten mit Histidin als Mastzellstabilisator
  • MET VITAL " Antiallergiemischung " : aus dem Apothekenlabor eine Vitalstoffmischung

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